von Dr. agr. Ann Högberg
Bestimmte Fettsäuren sind für den Hund lebensnotwendig. Diese Fettsäuren kann der Hund nicht selbst bilden, sie müssen Bestandteil der täglichen Nahrung sein. Die Omega-3-Fettsäure Alpha-Linolensäure sowie die Omega-6-Fettsäure Linolsäure werden beim Hund als lebensnotwendig betrachtet. Aus Linolsäure kann der Hund Arachidonsäure und Gamma-Linolensäure selbst in der Leber synthetisieren.
Die Fettsäuren sind u.a. Bestandteil der Zellmembran und notwendig für die Hautfunktion. Sie sind auch Ausgangsmaterial in Stoffen, die Entzündungsreaktionen im Körper vermitteln. Arachidonsäure kann Stoffe freisetzen, die Entzündungs- und Koagulationsprozesse im Körper fördern. Ein Mangel an lebensnotwendigen Fettsäuren kann Symptome wie trockenes, schuppiges und stumpfes Fell sowie Haarausfall und schlechte Wundheilung zur Folge haben. Ein ernsthafter Mangel kann zu fetter, verdickter Haut mit Juckreiz und größerer Infektionsanfälligkeit führen.
Durch einen höheren Anteil Omega-3-Fettsäuren im Futter gelangen auch mehr Fettsäuren dieser Gruppe in die Zellmembran, während der Anteil Arachidonsäure abnimmt. So werden Entzündungen gehemmt, denn der negative Effekt der Arachidonsäure wird gehemmt. Ein zu hoher Anteil Omega-3-Fettsäuren kann ein stärkeres Blutungsrisiko zur Folge haben. Daher ist ein abgestimmtes Verhältnis zwischen Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren im Futter wichtig. Ein optimal ausgeglichenes Futter enthält ein Teil Omega-3-Fettsäuren auf fünf bis zehn Teile Omega-6-Fettsäuren und liefert damit die besten Voraussetzungen für eine ausgezeichnete Haut- und Fellbeschaffenheit.