Eine Katze transportieren
von Lena Myrenius
Katzen sind normalerweise selten auf Reisen, für die meisten Katzen ist der einzige Transport die Fahrt zum Tierarzt. Es ist immer von Vorteil, wenn die Reise ruhig verläuft und die Katze vor der Behandlung nicht unnötigem Stress ausgesetzt wird. Eine ruhige Katze kann auch besser in aller Ruhe vom Tierarzt und übrigem Personal behandelt werden.
Was Sie beim Transport bedenken sollten
Die Transportbox sollte robust und wetterfest sein; ein Pappkarton, der nass werden kann, ist weder haltbar noch sicher. Die Katze sollte sich nie frei im Auto aufhalten können. Wenn sie an einem unbekannten Platz entwischen würde, wäre es außerordentlich schwierig, das verängstigte Tier einzufangen und das Risiko für Verletzungen ist groß. Schlimmstenfalls kann dies zu schweren Verkehrsunfällen führen.
Die Katze sollte einfach in den Käfig gesetzt werden können; eine Tür vorne kann ausreichen, besser sind jedoch die neueren Modelle, die von oben geöffnet werden können. Damit sich die Katze sicher fühlt, wenn es auf Reisen geht, sollte der Käfig ein Bestandteil des täglichen Lebens/der Einrichtung sein. Lassen Sie den Käfig ohne Tür oder offen und mit einem Liegekissen versehen in der Wohnung stehen, so dass er ein natürlicher Ruheplatz für die Katze wird.
Um der Katze ein Gefühl der Geborgenheit zu geben, kann das Kissen um das Kinn der Katze gerieben werden, so erhält der Käfig den körpereigenen Geruch der Katze. Mit dem weichen Kissen können auch die Ecken im Käfig behandelt werden. Eine Alternative ist Feliway, d.h., synthetische Katzenpheromone in der Sprayflasche. Pheromone sind Dufthormone, die von Tieren abgegeben werden und die beruhigend oder anziehend auf Tiere derselben Art wirken.
Wenn die Katze nicht selbst aus dem Käfig geht oder sich nicht aus dem Käfig nehmen lässt, sollten Sie mit Vorsicht vorgehen; ein um die Katze gewickeltes Handtuch kann dabei behilflich sein.
Eine gestresste oder kranke Katze kann den Käfig mit Urin oder Stuhlgang verunreinigen, deshalb sollten Sie eine weitere Unterlage (natürlich mit dem richtigen Duft) zum Auswechseln dabei haben. Bedenken Sie beim Heben und Bewegen des Käfigs die Aussicht der Katze durch die Öffnungen des Käfigs. Ein Handtuch über dem Käfig verringert die visuellen Eindrücke in Auto und Wartezimmer und beruhigt die Katze. Der Geräuschpegel rund um die Katze sollte so niedrig wie möglich gehalten werden und platzieren Sie sich im Wartezimmer möglichst weit weg von Hunden. Stoßen Sie beim Gehen nicht mit den Beinen gegen den Käfig und vermeiden Sie unnötiges Herumschwingen des Käfigs. Im Auto muss der Käfig angeschnallt werden, damit er stabil steht.
Bei der Rückkehr nach Hause sollten Sie, wenn Sie mehrere Katzen haben, daran denken, dass die Katze Ihre anderen Katzen mit fremden Gerüchen irritieren kann. Eine aus der Narkose erwachende und müde Katze sollte, zumindest in der ersten Nacht, immer allein und in Ruhe sein können. Narkose und Beruhigungsmittel sind erst nach einigen Tagen völlig aus dem Körper abgebaut. Bis dahin können sie die Rangordnung zwischen den Tieren beeinflussen. Vermeiden Sie aggressives Verhalten und Stress, indem Sie die Katzen nur vorsichtig wieder zusammenkommen lassen.