Furunkulose

Referat geschrieben von Lena Myrenius


Ein Furunkel ist eine schmerzhafte, tief sitzende Infektion des Haarbalgs in der Unterhaut. Furunkel treten in verschiedenen Formen auf. Am häufigsten kommen sie zwischen den Zehen vor, aber auch Ballen, Sprunggelenke und Ellenbogen können betroffen sein. Die Krankheitsursachen sind vielfältig, wobei die Allergie als die häufigste angesehen wird.

Ein allergischer Hund hat eine schlechtere Hautabwehr gegen die Bakterien, die er beim Kratzen och Lecken selbst der Haut zuführt. Wenn die Ursache nicht identifiziert und behandelt wird, tritt die Krankheit oft erneut auf. Wenn nur ein einzelner Furunkel vorkommt, kann der Auslöser ein Fremdkörper, wie z.B. eine Grasähre, sein.

Um die Ursache zu ermitteln, muss der Tierarzt den Stuhl auf Kratzwürmer untersuchen, Allergietests (Haut und Blut) durchführen, mittels Eliminationsdiät testen, ob das Tier auf bestimmte Futtermittel allergisch reagiert, Gewebeproben und Bakterienkulturen von tieferen Hautschichten analysieren sowie mittels Blutuntersuchung eventuelle hormonelle Ursachen ermitteln.

Welche Behandlung infrage kommt, hängt von der jeweiligen Krankheitsursache ab. In jedem Falle ist die Behandlung oftmals langwierig und in manchen Fällen sogar lebenslang erforderlich. Beim akuten Krankheitsausbruch wird zunächst das Fell im betroffenen Bereich, wie zwischen den Zehen und an den Pfoten, abgeschnitten, um die Reinigung zu erleichtern. Dann wird der Bereich mit antiseptischer Lösung eingeweicht und von Eiter und Sekret gereinigt (z.B. mit Benzoylperoxid, welches tief eindringt.) Eine weichmachende, fette Salbe wird als Schutz empfohlen. Falls die Analysen einen Bakterienbefall zeigen, wird die Infektion entsprechend der jeweiligen Resistenz behandelt. Die Antibiotikabehandlung muss über einen längeren Zeitraum erfolgen, jedoch mindestens bis zwei Wochen nachdem der Furunkel verheilt ist. Oft wird die Infektion durch die eigenen Staphylokokken (Staf. pseudointermedius) des Hundes verursacht.

Die Allergiebehandlung erfolgt entsprechend der im jeweiligen Fall vorliegenden Allergie. Eine Impfung mit Staph Phage Lysate als Immuntherapie ist möglich. Zur Behandlung, insbesondere von Allergikern, kommen auch Arzneimittel infrage, die die Reaktion des Immunsystems abschwächen, wie z. B. Kortison oder Ciklosporin. In den USA wird bei der Behandlung der betroffenen Pfoten Laserchirurgie eingesetzt. Diese Methode hat jedoch einen sehr langen Heilungsprozess.