Reisen mit dem Hund
von Lena Myrenius
Den meisten Hunden machen Reisen mit Auto, Bus oder Bahn nichts aus. Manche Tiere leiden jedoch stark unter Reisekrankheit und der damit verbundenen Übelkeit. In manchen Fällen, jedoch nicht immer, lassen sich die Beschwerden wegtrainieren. Im Sommer, wenn es sehr warm ist, sollte weitestgehend vermieden werden, mit Tieren zu reisen.
Im Auto müssen Hunde sicher in Boxen oder mit Gurt und Leine fixiert auf dem Sitz oder im Kombikofferraum transportiert werden. Die Transportbox muss so platziert bzw. bedeckt werden, dass der Hund ständig Schatten und gute Belüftung hat. Der Hund darf nicht länger als 3 Stunden allein im Auto sein und darf bei Temperaturen von über +25 °C oder unter -5°C niemals unbeaufsichtigt im Auto bleiben. Während der Reise muss mindestens alle vier Stunden eine Pause eingelegt werden, in der der Hund ins Freie kann und Wasser bekommt. Für Welpen und trächtige Hündinnen gelten andere Regelungen. Der Transport zum Tierarzt bildet selbstverständlich ebenfalls eine Ausnahme.
Ein Transportkäfig für den PKW muss folgende Maße haben:
• Länge = Größe des Hundes von der Nasenspitze bis zum Sitzbeinknöchel, wenn der Hund normal steht x 1,10.
• Breite = Brustbreite des Hundes x 2,5. Der Hund muss liegen und sich unbehindert umdrehen können.
• Höhe = Größe des Hundes bis über die Stirn, wenn der Hund normal steht.
Wird mehr als ein Hund in der Box transportiert, muss die Breite für jeden Hund ausgehend von der Brustbreite des größten Hundes erweitert werden.
Bei Reisekrankheit wird die Übelkeit durch gegensätzliche Eindrücke hervorgerufen: das Gleichgewichtsorgan im Innenohr registriert Bewegung, während das Auge Stillstehen wahrnimmt. Für Welpen und Junghunde empfiehlt sich ein Training, bei dem die Reisekrankheit „verlernt“ werden kann, indem vorsichtig im stehenden Auto begonnen wird, danach folgen kurze, ruhige Strecken, die dann langsam verlängert werden.
Bei der medizinischen Behandlung der Reisekrankheit wird der Hund entweder beruhigt, die Übelkeit gehemmt oder es wird durch Dufthormone Geborgenheit erzeugt, um nur einige Beispiele zu nennen. Wenden Sie sich an Ihren Tierarzt, um die passende Behandlung für Ihren Hund zu erhalten und testen Sie diese immer erst aus, bevor die eigentliche Reise angetreten werden soll. Medikamente gegen Reisekrankheit sollten immer mindestens eine Stunde vor Abreise verabreicht werden, um den gewünschten Effekt zu erzielen.