Referat geschrieben von Lena Myrenius
Auch die Vögel, die in Vogelhäuschen in der betroffenen Gegend gefüttert wurden, zeigten Krankheitssymptome. Die daraufhin durchgeführten Tests zeigten, dass die Mehrheit der Katzen mit Salmonella typhimurium infiziert waren.
Eine gesunde Katze hat normalerweise eine hohe Widerstandskraft gegen Salmonellenbakterien. Damit eine Katze erkrankt, sind rund eine Million Bakterien erforderlich. Wenn eine Katze einen tödlich an Salmonelleninfektion erkrankten Vogel frisst, nimmt sie jedoch eine so große Bakterienmenge auf, die das Immunsystem nicht beherrschen kann und die schlimmstenfalls eine Blutvergiftung (Sepsis) verursachen kann. Bei sehr widerstandsfähigen Katzen verläuft die Infektion leichter. Aufgrund des hohen Fiebers wollen die Katzen weder fressen noch trinken. 65% der Katzen leiden an Erbrechen und bei 30% tritt Durchfall als Symptom auf.
Je nach Zustand der Katze und während des Wartens auf den Befund wird die Katze mit Infusionen und gegebenenfalls mit Antibiotika behandelt, um einer Blutvergiftung entgegenzuwirken oder sie zu verhindern. Nach Erhalt des Befundes nach ca. drei bis fünf Tagen geht es der Katze bei entsprechender Behandlung meistens bereits besser. Noch bis zu drei Wochen lang können Salmonellen mit dem Kot ausgeschieden werden.
Wenn eine Katze an Durchfall leidet, insbesondere im Vorfrühling, sollte man deshalb immer auch eine Salmonelleninfektion in Betracht ziehen. Dabei handelt es sich um eine Zoonose, d.h. eine Krankheit, die vom Tier auf den Menschen übertragen werden kann.